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hat nicht nur Pip im Bezug auf Estella.
Auch Madame Bovary hat große Erwartungen - an denen sie schließlich scheitert.
Sie und Effi Briest wissen nicht recht, wie sie glücklich werden sollen, doch genau das wollen sie, und obwohl sie ihre Heirat für genial hielten, werden sie unzufrieden und gehen schließlich fremd.
Die Eine wird verstoßen und erholt sich davon nie, stirbt womöglich an Liebeskummer, und die Andere bringt sich um, weil ihr Liebhaber, der in ihren Augen die Lösung für alle ihre Probleme ist, nie mehr als eine Affäre sein wollte.
Lene und Botho irren und wirren sich durch ihre Erwartungen. Schließlich entscheidet er sich für die finanziell angemessene Heirat, verzeiht sich das aber nie selbst, während Lene darüber hinwegkommt, irgendwie, und sich so die Möglichkeit eröffnet, glücklich zu werden.

Macht die zu intensive Suche nach Glück uns zwangsläufig unglücklich?
Muss man sich entscheiden, um glücklich zu werden, so wie Lene?
Oder machen falsche Entscheidungen einen unglücklich, weil man aus ihnen nicht mehr raus kommt?
Darf man keine zu großen Erwartungen haben?

Oder sollte man ganz andere Fragen stellen?