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Jane Eyre
So süß, wie sie sich in ihn verliebt, und es anfangs gar nicht selbst merkt!
Ein schwerer Schlag, dass es dann heißt, es gibt eine andere, die es dann doch nicht gibt - er täuscht sie da doch sehr schön - und dann gibt es doch eine Andere.
Schließlich aber das Happy End, das in gewisser Weise sogar eine Lehre beinhaltet. Ich muss gestehen, ich hätte gesagt, scheiß auf die andere Frau, immerhin war sie nicht ganz dicht, müsste die Eheschließung da nicht sogar ungültig sein? Zum annulieren ist es sicherlich zu spät, aber okay, heutzutage gibt es Scheidungen.

Und nun zur Kritik:
Edward? Und er heiratete Bertha Mason? Das ist ja wohl nicht ihr Ernst! Also, ich meine, Meyers Ernst. Denn: wer brennt mit Heathcliff durch, wenn auch geblendet durch seine Intrigen? Isabella.

Agnes Grey
Nachdem ich Jane Eyre gelesen hab, ist das irgendwie ein bisschen langweilig und abklatschig gewesen. Ich weiß nicht, wer bei wem abgeklatscht hat, aber hallo, Edward war ja wohl nicht der einzige Männervorname damals?!
Und wieder ist es eine Governante, die sich in einen Mann verliebt, der allgemein eher nicht so schön gefunden wird - und dann doch, und blablabla.
Im Gegensatz zu Jane Eyre hat es glaub ich keinen Anspruch, eine Biographie zu sein, und Agnes erzählt auch weniger von ihrem Leben als Jane, und somit hat die Geschichte irgendwie keinen Höhepunkt, und auch keinen richtigen Anfang und kein Ende. Es schweift zu weit aus, um eine Liebesgeschichte zu sein, und um die Governantenjahre zu erzählen, geht es auch zu weit nach hinten. Plätschert ganz schön rum, ist aber nett zu lesen (bis auf den Anfang - wo nehmen die Bronte's nur so viele Grausamkeiten her??)