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Wegen Schreiben II

Ich bin so verzettelt in diesen ganzen Word-Dateien und Notizbüchern, die ich für meine Ideen (und als Tagebücher) angelegt hab, ich blick gar nicht mehr durch. Und wenn ich jetzt anfange, will ich doch eine neue Datei eröffnen, aber... das geht ja nicht.
Ich brauch ein bisschen mehr Kontinuität... mann.

Regiena wird ein Jugendbuch schreiben. Das habe ich vorhin beschlossen. Die Idee hatte ich schon länger, aber nun steht die Entscheidung. Nur muss ich jetzt auch noch eine vergleichbare Handlung aufbauen, um meine Schreibprobleme ihre Schreibprobleme sein zu lassen.

Letztens ist mir was Irres passiert.
Ich hab mir (auf der Suche nach einer Idee für Regienas Geschichte) gedacht, ich bin jetzt nicht ich, ich bin jetzt Regiena, nicht Ana. Ich hab so eine seltsame Welle durch mich gespürt und ganz kurz hatte ich den Eindruck, ich hätte dunkles Haar, das auf meinen Schultern liegt, und nicht mein blondes. Das war echt irre!
Und total cool.
Aber dann hab ich mich gefragt - und das werd ich in der Geschichte verwenden, irgendwie - ob ich da nicht irgendwann... naja. Mich verliere? Also, nicht richtig verliere, aber vielleicht durcheinanderkomme.
Wenn ich ganz in dem aufgehe, was Regiena fühlt, dann kann es schon sein, dass ich nach dem Schreiben immernoch fühle, was sie fühlt - als ob ich zum Beispiel Single wäre, wenn ich aber eigentlich die glückliche Freundin von jemandem bin. Und dann ist es seltsam, wenn ich mich mit ihm treffe, oder etwa nicht? Es wird ganz sicher seltsam sein. Bestimmt.

Schreiben ist viel härter als Schauspielen. Als Schauspieler hast du immerhin schon das Drehbuch, das dir sagt, wie deine Rolle reagiert (gut, beim improvisieren ist das dann wohl anders) - aber als Autor musst du das entscheiden. Und es muss ja passen. Ich denke, das merken Leser, wenns nicht passt...

20.4.11 00:53

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